Herbert Britz

Herbert Britz wird am 17.12.1917 geboren. Sein Vater ist Bankdirektor und seine Mutter Angestellte bei der Post. Da er im Laufe seiner Kindheit mehrfach innerhalb Kölns den Wohnort wechselt, geht er auf verschiedene Volksschulen.  
 
Seine Eltern sind streng katholisch und dementsprechend wird Herbert Britz erzogen, was ihn sehr prägt. Nahezu sein ganzes Leben lang engagiert er sich im katholischen Bund Neudeutschland, in der Zeit des Nationalsozialismus zeitweise auch illegal. Durch seine Aktivitäten in katholischen Organisationen steht er der nationalsozialistischen Ideologie ablehnend gegenüber, wobei er die zunehmenden politischen Veränderungen auch nicht immer bewusst wahrnimmt.  
 
Nach dem Abitur beginnt Herbert Britz, Medizin zu studieren und legt bereits 1941 erfolgreich sein Examen ab. Seine Doktorarbeit schreibt er über das Hebammenwesen der Stadt Köln. Die erste Stelle als Assistenzarzt der Chirurgie tritt er in Köln Mülheim direkt nach dem Studium an, wo er durch die Kriegssituation vergleichsweise schnell eigenständig operieren darf. 
 
Das Krankenhaus wird am 28. Oktober 1944 bei einem Bombenangriff zerstört, was für Herbert Britz die Konsequenz hat, dass er fortan als Arzt am Westwall eingesetzt wird. Dort erlebt er den sukzessiven Rückzug der Deutschen Armeen sowie die Kapitulation. Er heiratet noch während des Krieges, aus der Ehe gehen insgesamt sechs Kinder hervor.  
 
In der Nachkriegszeit ist er zunächst im Ehrenfelder Franziskushospital als Chirurg tätig, später eröffnet er eine eigene Praxis. Herbert Britz ist einer der führenden Köpfe bei der Gründung des Marburger Bundes, dem er mit großem Engagement bis zu seiner Pensionierung angehört.
 
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