Hans Josef Peltzer

Hans Josef Peltzer wird am 18. August 1928 in Köln als zweiter Sohn der Familie Peltzer geboren. In seiner Kindheit wohnt er im Belgischen Viertel, in Nippes sowie in der Altstadt und besucht auch unterschiedliche Volksschulen. Nach dem siebten Schuljahr wechselt er 1942 auf die Aufbauschule in der Burgunderstraße, um dort zunächst die Mittlere Reife zu erlangen.  
 
Hans Josef Peltzer geht mit seiner Klasse der Aufbauschule zweimal in die Kinderlandverschickung nach Oberschlesien. Bei diesen Aufenthalten erfährt er entgegen den Erfahrungen vieler anderer Kinder einen guten Schulunterricht. Er beginnt sogar, freiwillig Latein zu lernen und legt damit den Grundstein dafür, nach der Mittleren Reife noch das Gymnasium besuchen zu können. An direkte politische Indoktrination in der Kinderlandverschickung kann er sich nicht erinnern. Zwischenzeitig hält er sich wieder in Köln auf und lernt den Alltag im Kölner Bombenkrieg kennen. Die Wohnung seiner Eltern ist bereits 1942 ausgebombt. Anschließend kommt die Familie in Lindenthal unter.  
 
Als Hans Josef Peltzer 1944 endgültig aus der Kinderlandverschickung zurückkommt, besucht er - bevor alle Kölner Schulen geschlossen werden - noch zwei Wochen das Gymnasium in Deutz. Eine Zeit lang arbeitet er dann als Pförtner in der Gauleitung, ein Posten, der allein für ihn geschaffen wird, da sein Vater als Geschädigter des Ersten Weltkrieges darum gebeten hatte, dass sein Sohn zumindest zu Hause übernachten solle, um ihn zu unterstützen.  
 
Als die zweite Wohnung der Familie Peltzer dann im Oktober 1944 ausbrennt, gehen die Eltern nach Eisleben in Ostdeutschland und bleiben die restliche Kriegszeit dort. Hans Josef Peltzer arbeitet nun als Kurier für die Gauleitung und bekommt dadurch die Möglichkeit, gelegentlich inoffiziell seine Eltern in Eisleben zu besuchen. 
 
Im Zuge der Bestatzung Kölns durch die Amerikaner geht auch er nach Eisleben zu seinen Eltern. Nach dem Kriegsende tritt die Familie dann die zehntägige Rückreise nach Köln an, auf der vor allem die Versorgung schwierig war.  
 
Nach dem Krieg macht Hans Josef Peltzer 1948 sein Abitur und bekommt dann die Möglichkeit, ein Voluntariat bei der Rheinischen Zeitung zu machen. Bei dieser Zeitung arbeitet er noch einige Zeit als Redakteur, bis er dann später zum Kölner Stadtanzeiger wechselt.
 
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