Hans Bauhoff

Hans Bauhoff wird am 15.9.1919 als einziger Sohn von Heinrich und Adele Bauhoff geboren. Zusammen mit seiner älteren Schwester wächst er im Kölner Severinsviertel, dem Vrings-Veedel auf und bleibt sein ganzes Leben eng mit diesem Viertel verbunden. Sein Vater arbeitet als Bauhandwerker und seine Mutter führt den Haushalt.  
 
In der Weimarer Zeit geht es der Familie verhältnismäßig gut, da der Vater das Glück hat, von der allgemein stark verbreiteten Arbeitslosigkeit nicht betroffen zu sein. Dennoch muss die Familie sparen, der allwöchentlich gezahlte Lohn immer nur genau eine Woche ausreicht.  
 
Hans Bauhoff besucht die Volksschule im Ferkulum von 1925 bis 1933. Da all seine Freunde in der Hitlerjugend sind, hätte er auch gern dazu gehört. Sein Vater verbietet jedoch ihm und seiner Schwester, in die HJ bzw. den BDM einzutreten, da er dem Nationalsozialismus gegenüber sehr kritisch eingestellt ist. 
 
Nach der Schule beginnt Hans Bauhoff eine Ausbildung zum Chemielaboranten bei der Firma Leybold in der Bonner Straße. Dass er kein HJ-Mitglied ist, macht ihm zunächst keine Probleme, als der Betrieb aber zum NS-Musterbetrieb ernannt wird, tritt er der Deutschen Arbeitsfront (DAF) bei, um zumindest einer NS-Organisation anzugehören. Direkt nach seiner Ausbildung wird Hans Bauhoff schon 1939 in den Krieg eingezogen. Er wird als Soldat in Polen, Finnland und Norwegen stationiert. 
 
Über die Aktion „Briefe an die Front“ lernt Hans Bauhoff seine spätere Frau kennen. Nach 15 Monaten reinem Schriftverkehr sehen sie sich erstmals und beschließen relativ schnell, noch im Krieg zu heiraten. Die Hochzeit findet in einem Heimaturlaub von Hans Bauhoff im Sommer 1942 statt. 1944 wird seine Tochter Gisela geboren, die er erst nach dem Krieg das erste Mal sieht. 
 
Im September 1945 wird Hans Bauhoff aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. In der unmittelbaren Nachkriegszeit fällt es der jungen Familie nicht leicht, in Köln den Lebensalltag zu bewerkstelligen. Hans Bauhoff fängt 1946 bei der Kölner Polizei an, wo er bis zu seiner Rente tätig bleibt. Er setzt sich immer stark für die Belange des Vrings-Veedel und des Kölner Karnevals ein.
 
Zum Interview »