Klaus Courage

Klaus Courage wird als jüngerer von zwei Brüdern geboren. Sein Vater arbeitet als Kölner Stadtarzt, seine Mutter ist Hausfrau. Die Eltern sind katholisch; dem Nationalsozialismus stehen sie ablehnend gegenüber. Wirtschaftlich geht es der Familie gut.  
 
Klaus wechselt 1926 auf das Realgymnasium Gyrhofstraße und engagiert sich in der katholischen Jugendorganisation "Bund Neudeutschland". Nach der Machtübernahme verweigert er die Mitgliedschaft in der HJ und bleibt trotz der zunehmenden Verfolgung weiter in der katholischen Jugend aktiv. 1934 wird er wegen verbotenen Uniformtragens verhaftet und vor dem Sondergericht Köln angeklagt, jedoch nach der Verhandlung freigesprochen. 
 
1935 wird Klaus Courage zum Reichsarbeitsdienst eingezogen; 1936 - 1940 studiert er Medizin und bleibt nach Ablegung des Examens als Assistent an der Uni-Klinik Köln. 1942 wird Klaus Courage als Wehrmachtsarzt im Russlandfeldzug eingesetzt. Nach der Rückversetzung der Truppen gerät er bei Iserlohn in Kriegsgefangenschaft und arbeitet für ein amerikanisches "Field-Hospital".  
 
Nach seiner Entlasssung aus der Kriegsgefangenschaft 1945 kehrt er nach Köln zurück und arbeitet bis zu seiner Pensionierung als Oberarzt im Hildegardis-Krankenhaus. 
 
Klaus Courage lebt heute (2006) in Brühl.
 
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