Faye Cukier

Faye Cukier wird am 15.6.1922 in Köln-Lindenthal geboren und wächst als Einzelkind in Köln-Höhenberg und Köln-Mülheim auf. Ihre jüdischen Eltern sind um 1919 aus Polen nach Deutschland eingewandert. Der Vater unterhält einen Metallhandel; wirtschaftlich geht es der Familie gut. Obwohl Faye nichtjüdische Freundinnen hat, leidet sie bereits vor 1933 auch unter Antisemitismus.1934 muss sie auf die Israelitische Volksschule in der Lützowstraße wechseln und darf keine höhere Schule besuchen. 
 
1938 emigriert die Familie nach Belgien. Dort kämpft sie um gültige Aufenthaltspapiere und muss ständig die Wohnung wechseln. Die Lage verschlechtert sich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien im Mai 1940. Die Flucht der Familie ins Ausland scheitert. Im Januar 1941 werden die Cukiers aus dem besetzten Antwerpen in ein Barackenlager in der Nähe von Limburg deportiert. Nach der Auflösung des Lagers leben die Cukiers zunächst wieder in Antwerpen. Danach tauchen sie in Brüssel unter, wo sie mit viel Glück das Kriegsende erleben.  
 
Faye Cukier wandert 1948 in die USA aus, während ihre Eltern nach Köln zurückkehren. Auch Faye besucht ihre Heimatstadt seit den 1960er Jahren regelmäßig. Seit 1987 pendelt sie zwischen Amerika und Deutschland. 
 
Faye Cukier lebt heute (2006) in Philadelphia (USA) und Köln.
 
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