Jean Jülich

Jean Jülich wird am 18. April 1929 in Köln geboren. Sein Vater wird als KPD-Funktionär bereits 1935 zu einer zehnjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. 1944 kann er fliehen und versteckt sich bis zum Kriegsende in Köln.  
 
1939 tritt Jean Jülich in die HJ ein. Der Dienst und militärische Drill gefällt ihm allerdings nicht. Um 1943 hat er erste Kontakte zu Jugendlichen, die den HJ-Dienst ebenfalls ablehnen. Sie treffen sich auf dem Manderscheider Platz in Köln-Sülz, singen Lieder und organisieren Wanderungen. Auseinandersetzungen und Prügeleien mit der HJ bleiben nicht aus. Darüber hinaus hat Jean Jülich Kontakt zu der Ehrenfelder Gruppe um Hans Steinbrück und Bartholomäus Schink. 
 
Im Oktober 1944 wird Jean Jülich verhaftet. Nach Vernehmungen im EL-DE-Haus ist er in Brauweiler inhaftiert. Aufgrund der heranrückenden alliierten Truppen wird Jean Jülich im Februar 1945 über Siegburg und Butzbach in die Haftanstalt Rockenbach verlegt und dort von den amerikanischen Truppen befreit. 
 
Jean Jülich lebt heute (2006) in Köln.
 
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