Hedwig Orthaus-Brux

Hedwig Orthaus-Brux wächst als behütetes Einzelkind in Köln-Mülheim auf. Die Eltern stehen dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber, der Vater engagiert sich in kleineren Widerstandsaktivitäten gegen das Regime. Hedwig darf zu ihrem Bedauern nicht in den BDM eintreten. Großen Halt findet das Mädchen in der katholischen Ursulinenschule. 
 
Nach dem Abitur leistet Hedwig verschiedene Kriegshilfsdienste, unter anderem als Kriegsblindenbetreuerin in Marburg. Dort nimmt sie im Aril 1944 ein Studium auf, wird aber zur Arbeit in einer Munitionsfabrik zwangs verpflich-tet, weil sie sich weigert, dem NS-Studenten-bund beizutreten. Zum 1. Januar 1945 erhält Hedwig die Einberufung zum Flakdienst nach Dortmund. Sie desertiert und erlebt das Kriegsende in Bregenz. 
 
Nach dem Krieg studiert Hedwig Orthaus-Brux Geografie, promoviert und engagiert sich im deutsch-französischen Studentenaustausch. 1967 übernimmt sie als erste deutsche Frau die Leitung einer Volkshochschule. Nach ihrer Pensionierung schreibt sie ein Buch über ihr Leben, da sie insbesondere die NS-Zeit noch immer stark beschäftigt.  
 
Hedwig Orthaus-Brux lebt heute (2006) in Langenfeld.
 
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