Ferdinand Steingass

‚Ferdi’ Steingaß wird am 8. November 1928 in Köln geboren und wächst bei seinen Großeltern in Köln-Sülz auf. Statt in die HJ einzutreten, trifft er sich mit anderen unangepassten Jugendlichen, so genannten „Edelweißpiraten“, ab Ende der 1930er Jahre am Manderscheider Platz. Sie unternehmen am Wochenende viele Fahrten. Es kommt auch zu Prügeleien mit gleichaltrigen HJ-Mitgliedern.  
 
Nach dem Besuch der Volksschule absolviert ‚Ferdi’ Steingass 1942-1944 eine Schweißerlehre bei der Firma " Zirres". Er ist weiterhin eng in eine Gruppe von Sülzer Edelweißpiraten eingebunden und hat zudem Kontakt zu der Ehrenfelder Gruppe um Hans Steinbrück und Bartholomäus Schink. 
 
Im Oktober 1944 wird ‚Ferdi’ Steingaß von der Gestapo verhaftet. Nach Vernehmungen im EL-DE-Haus wird er in Brauweiler inhaftiert. Wegen der heranrückenden alliierten Truppen verlegt die Gestapo ihre Häftlinge im Februar 1945 über Siegburg und Butzbach in die Haftanstalt Rockenbach. Dort wird ‚Ferdi’ Steingaß von amerikanischen Truppen befreit. 
 
‚Ferdi’ Steingaß lebt heute (2006) in Altenahr.
 
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