Annelore Schöle

 
Annelore Schöle wird am 29. Juni 1925 in Köln geboren. Sie wächst als Einzelkind im dörflich geprägten Köln-Rath auf. Die protestantische Familie leidet zeitweilig unter der Arbeitslosigkeit des Vaters, der aber Mitte der 1930er Jahre eine Anstellung beim Kölner Arbeitsamt findet. Als Beamter tritt er der NSDAP bei.  
 
Nach dem Besuch der städtischen Volksschule beginnt Annelore 1939 ihr Pflichtjahr, unterbricht wegen Krankheit und absolviert von 1940-1942 die städtische Handelsschule. Das Pflichtjahr beendet sie 1942. Parallel besucht sie NS-Kükenschar, Jungmädelbund und BDM. Mit 18 Jahren wird sie Mitglied der NSDAP.  
 
1943 beginnt Annelore Schöle als Kontoristin bei der Firma „Schuster & Ziel“, die 1944 ausgebombt und nach Weilerbach ausgelagert wird. Annelore Schöle geht für wenige Monate mit, kehrt aber im Juli 1944 nach Köln zurück, da die Front Weilerbach fast erreicht hat. Nach wenigen Wochen folgt sie ihren Eltern nach Halle a.d. Saale, wo sich diese bereits früher bei Verwandten einquartiert hatten. 
 
Das Kriegsende erlebt Annelore Schöle in Halle. Sie bleibt mit ihren Eltern bis 1951 in der Stadt und arbeitet beim städtischen Jugendamt. Sie engagiert sich bei den Naturfreunden und tritt der FDJ bei. 1951 kehrt die Familie nach Köln zurück. Annelore Schöle arbeitet in der Buchhaltung der Firma Siemens am Friesenplatz. 
 
Annelore Schöle lebt heute (2006) in Köln.
 
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