Gertrud Türk

Gertrud Türk wird am 17. Oktober 1924 in Köln geboren. Sie wächst als Einzelkind in einem katholischen Elternhaus im Agnesviertel auf. Aufgrund ihrer katholischen Ausrichtung lehnen die Eltern den Nationalsozialismus strikt ab. Der Vater tritt nicht der NSDAP bei, obwohl er als städtischer Verwaltungsangestellter von seinen Vorgesetzten dazu gedrängt wird. 
 
Gertrud Türk besucht von 1931 bis 1939 die katholische Volksschule Blumenthalstraße und von 1939 bis 1941 die städtische Handelsschule Lindenstraße. Ab 1934 ist sie aktives Mitglied der katholischen Jugend. Dem BDM gehört sie nie an, besucht nur einige Male Treffen der Jungmädel, damit ihr Vater ihre Teilnahme bestätigen konnte. 
 
Nach der Absolvierung des Pflichtjahres beginnt Gertrud Türk 1942 ihre erste Stelle als Buchhalterin bei der Firma J. Gerlach. Den Krieg erlebt sie bis Ende 1944 in Köln. Nachdem die Familie 1944 zu Verwandten ins oberbergische Ründeroth gezogen war, fährt Gertrud Türk zunächst noch zur Arbeit nach Köln. Dies wird jedoch so gefährlich, dass sie im Oktober 1944 hre Anstellung kündigt. 
 
Zu Kriegsende ist Gertrud Türk in Ründeroth. 1949 zieht die Familie zurück nach Köln, wo Gertrud Türk eine Arbeit beim Versorgungsamt antritt und 1950 heiratet. 1952 bekommt sie ihr erstes von insgesamt vier Kindern.  
 
Gertrud Türk lebt heute (2006) in Köln.
 
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