Werner Beutler

Werner Beutler wird am 18.12.1924 in Köln geboren. Er wächst mit vier älteren Schwestern in einem konservativ-katholischen Elternhaus in Köln-Braunsfeld auf. Der Vater war Direktor einer Kabelfabrik; der Großvater Direktor des Gymnasiums Kreuzgasse. 
 
Werner Beutler besucht ab 1930 die Volksschule in Müngersdorf, 1934 wechselt er auf das Gymnasium Kreuzgasse. Ab 1934 engagiert er sich im katholischen Gymnasiastenbund Neudeutschland. Dort ist er nationalistisch-militaristischen Einflüssen ausgesetzt, hat aber zugleich heftige Auseinandersetzungen mit der HJ.  
 
Im Sommer 1942 wird Werner Beutler mit seinem Schuljahrgang zur Wehrmacht eingezogen. Er nimmt seit Anfang 1943 am Russlandfeldzug teil und besucht Anfang 1945 die Offiziersschule in Torn. Nach einer Verwundung wird er kurze Zeit später zu einem Lazarettaufenthalt in Flensburg geschickt, wo er das Kriegsende erlebt und von den britischen Truppen interniert wird. 
 
Nach seiner frühen Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im August 1945 arbeitet Werner Beutler zunächst bei einem Bauern in der Kölner Umgebung. Schon im Wintersemester 1945 beginnt er ein Lehramtsstudium an der Universität zu Köln. Nach Heirat und Referendariat arbeitet Beutler in den 1950er Jahren als Auslandslehrer im faschistisch regierten Spanien. Nach seiner Rückkehr nach Köln ist er als Lehrer und in der Lehrerausbildung tätig. Zudem engagiert er sich in der christlich-jüdischen Verständigungsarbeit. 
 
Werner Beutler lebt heute (2006) in Köln. 
.
 
Zum Interview »