Margot Müller

Margot Müller, geb. Linden, wird am 11. Oktober 1923 als Einzelkind im ländlich geprägten Wahn bei Köln geboren. Der Vater arbeitet als Beamter bei der Reichsbahndirektion in Köln. Er steht dem NS positiv gegenüber und begrüßt 1933 die Machtübernahme überschwänglich. Die Mutter, vor der Heirat Sekretärin bei Dynamit-Nobel, steht dem Regime kritischer gegenüber. 
 
Als Margot Müller 1929 eingeschult wird, zieht die Familie nach Köln-Buchheim um, wo Margot auch die Volksschule besucht. Sie wechselt 1936 auf das Lyzeum Niedrigstraße. Von 1937 bis 1940 besucht sie die städtische Handelsschule Lindenstrafe. Auf Werben der Volksschullehrerin tritt Margot Müller – entgegen anfänglicher Widerstände der Mutter – um 1934 dem Jungmädelbund bei.  
 
Nach Beendigung der Handelsschule arbeitet Margot als Sekretärin im Kölner Rathaus. Sie bevorzugt jedoch eine Tätigkeit beim Reichsarbeitsdienst, den sie freiwillig verlängert. Sie steigt zur Untermaidenführerin auf. Als sich Ende 1944 der RAD auflöst, geht Margot Müller allein zu ihrer evakuierten Mutter nach Wilberhoven, wo sie das Kriegsende erlebt.  
 
Im Frühjahr 1946 kehrt die Familie nach Köln zurück und kommt in einem Behelfsheim in Thielenbruch unter. 1950 heiratet Margot Müller und arbeitet als Sekretärin u.a. für die Reichsbahn und die Barmer-Ersatzkasse. 
 
Margot Müller lebt heute (2007) in Lohmar.
 
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