Hilde Lunkwitz

Hilde Lunkwitz, geb. Herweg kommt am 6. März 1927 in Köln zur Welt. Sie wächst mit ihrem fünf Jahre jüngeren Bruder Manfred in der Innenstadt auf. Der Vater arbeitet als Straßenbahnfahrer. Die Eltern Susanne und Alois Herweg stehen den Nationalsozialisten kritisch gegenüber. 
 
In der Ehrenstraße erlebt Hilde als junges Mädchen die Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten vor 1933. Die Radikalisierung der Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Kölner Innenstadt belasten das Mädchen. Couragiert entfernt sie antisemitische Hetzplakate. 
 
Im Oktober 1935 zieht die Familie nach Köln-Ehrenfeld. Hilde wechselt von der Apostelnschule zur Volksschule Lindenbornstraße. Die Verweigerung des BDM-Dienstes führt zu Konflikten mit Mitschülerinnen und Lehrern. Von 1941 bis 1943 folgt der Besuch der Städtischen Handelsschule Lindenstraße. 
 
Ab 1943 arbeitet Hilde Lunkwitz als Büroangestellte in der Maschinenfabrik Rhenania. Einen jungen Zwangsarbeiter kann sie vor der drohenden Verhaftung bewahren. Im Oktober 1944 wird Familie Herweg nach Refrath evakuiert. Hier erleben sie das Kriegsende. 1945 kehren sie zurück nach Köln. Hilde erhält eine Anstellung bei der Kölner Polizei.  
 
Hilde Lunkwitz lebt heute (2008) in Köln.
 
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