Eva Ölze

Eva Ölze, geb. Schwedhelm, wird am 25. April 1925 in Bremen geboren. Ihr Vater Christoph Schwedhelm arbeitet als selbstständiger Kaufmann. Die Familie muss häufig umziehen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Bautzen geht es 1934 nach Köln. Die Familie wohnt zunächst in Braunsfeld, später in der Kölner Innenstadt. Im Jahr 1938 stirbt der Vater. Lola Schwedhelm muss ihre Kinder Aladar, Ilona und Eva allein versorgen. 
 
Eva besucht die Volksschule Hillerstraße und die evangelische Antoniterschule. Die Aktivitäten im Jungmädelbund und BDM sorgen für Ablenkung in der Freizeit. Nach dem Abschluss der Handelsschule Lindenstraße tritt Eva 1942 eine Stelle als „Anlernling“ bei der Kölnischen Zeitung an. Aufgrund der starken Bombardierung Kölns zieht die Familie 1943 kurzzeitig zu Verwandten nach Wien. Nach der Rückkehr nimmt Eva eine Anstellung im Reservelazarett Hohenlind an. Durch die Arbeit erlebt sie unmittelbar die menschenvernichtenden Auswirkungen des Krieges. 
 
Eva Schwedhelm ist bis zur Evakuierung im Krankenhaus Hohenlind beschäftigt. Zum Kriegsende flüchtet sie zu ihrer Mutter und Großmutter nach Grötzenberg. Hier trifft sie ihre Schwester Eva wieder, die bis März 1945 Kriegshilfsdienst in Köln abgeleistet hatte. Der Bruder Aladar war bereits zu Beginn des Krieges zur Wehrmacht eingezogen worden. Er fiel 1944 an der Ostfront. 
 
Nach Kriegsende gehen Mutter und Töchter zurück nach Köln. Eva findet erneut Arbeit im Krankenhaus Hohenlind. Später arbeitet sie im neu aufgebauten WDR. 
 
Eva Ölze lebt heute (2008) in Pulheim.
 
Zum Interview »