Gerald Weiss

Gerald (Gerd) Weiss wird am 3. August 1922 in Köln geboren. Er wächst mit seiner jüngeren Schwester in einer wohlhabenden jüdischen Familie in Köln-Braunsfeld auf. Sein Vater betreibt eine Wäschefabrik in der Innenstadt. Nach der NS-Machtübernahme wird die Auswanderung der Familie vorbereitet. 
 
Gerald besucht die jüdische Volksschule und das staatliche Gymnasium Lindenthal. In seiner Freizeit ist er in der zionistischen Jugendorganisation der „Werkleute“ aktiv. Im Umgang mit Jugendlichen aus der Nachbarschaft verstärken sich antisemitische Ausgrenzungen. Ab 1936 besucht Gerad Weiss ein Pensionat in der Schweiz. Sein Vater wird in Folge des Novemberpogroms 1938 zeitweise im KZ Dachau interniert. Das familiäre Geschäft muss im Zuge der „Arisierung“ unter Wert verkauft werden. 
 
Im Jahr 1939 folgt Gerald seiner Familie in die Niederlande. Sie siedeln nach New York über. Während des Zweiten Weltkrieges beginnt Gerald Weiss ein ingenieurwissenschaftliches Studium. Im Zuge des Militärdienstes nach Kriegsende erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Erst im Jahr 1955 besucht er sein Heimatland wieder. Über Jahre kämpft die Familie für eine angemessene Entschädigung. 
 
Gerald Weiss lebt heute (2008) in New York (USA).
 
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