Albert Einstein um 1950

  

Albert Einstein

Deutscher Physiker, der wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt wurde

Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren. Seine Eltern waren assimilierte Juden, also in der deutschen Gesellschaft weitgehend integriert. 1905 entwickelte Einstein die spezielle und 1916 die allgemeine Relativitätstheorie. Damit schuf er ein neues physikalisches Weltbild.

Albert Einstein war seit 1914 Professor für Physik an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. 1921 erhielt er den Nobelpreis für Physik. Obwohl Einstein dem Judentum entfremdet war, war er trotzdem dem deutschen Antisemitismus ausgesetzt. Er sympathisierte seit den 20er Jahren mit dem Zionismus, einer Bewegung zur Gründung des Staates Israel.

Einstein war Pazifist und Gegner des Nationalsozialismus. Als Hitler 1933 an die Macht kam, war Einstein zufällig nicht in Deutschland und er kehrte nie wieder dorthin zurück. Er emigrierte in die USA und arbeitete in Princeton, New Jersey. Von den Nazis wurde ihm die deutsche Ehrenbürgerschaft aberkannt (die er zusätzlich zum Schweizer Bürgerrecht besaß), sein Besitz entzogen und eine Kopfgeldprämie auf ihn ausgesetzt.

In den USA bemühte sich Albert Einstein um die Rettung von Juden und versuchte, auf die rigide Flüchtlingspolitik der Vereinigten Staaten einzuwirken. Im August 1939 warnte er den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt vor einer möglichen Atombombenentwicklung der Deutschen. Daraufhin begann die USA mit der Herstellung von Atombomben. 1946 distanzierte Einstein sich von der Atompolitik.

Albert Einstein starb am 18. April 1955 in Princeton.

Gutman, Israel: Enzyklopädie des Holocaust, S. 401-402