Deutsche Panzer im Februar 1943 in Tunesien

  

Afrikafeldzug

Von 1940 bis 1943 versuchten italienische und deutsche Truppen, Nordafrika zu besetzen.

Afrikafeldzug ist die Bezeichnung für die militärischen Operationen deutscher und italienischen Truppen in Nordafrika von 1940 bis 1943. Italien begann den Krieg in Afrika am 13. September 1940 mit einem Angriff auf Ägypten vom italienisch kolonialisierten Libyen aus. Großbritannien führte daraufhin einen Gegenangriff aus und eroberten die Cyrenaika in Nordostlibyen.

Auf Bitten Italiens entsandte das Deutsche Reich im Februar 1941 das später so genannte Deutsche Afrika-Korps nach Libyen. Die Deutschen drangen im März 1941 sowohl in die Cyrenaika als auch nach Griechenland und Kreta vor. Gleichzeitig bombardierten sie den Suezkanal. Die Briten mussten daraufhin ihre Streitkräfte auf den Balkan verlegen, konnten aber bis Ende des Jahres wieder erfolgreich Gegenangriffe führen.

Anfang 1942 konnte Erwin Rommel, der General des Afrika-Korps wieder nach Ägypten vordringen. Die Offensive stoppte aber endgültig im November bei El Alamein in Nordägypten. Britische Truppen landeten am 7./8. November 1942 in Marokko und Algerien. Die Deutschen Truppen zogen sich nach Tunesien zurück, während die Alliierten Libyen eroberten und schließlich im Mai 1943 275 000 deutsche und italienische Soldaten gefangen nahmen.

Der Afrikafeldzug diente neben der militärischen Abwehr einer alliierten Invasion in Südeuropa und der Schwächung der Briten im Mittelmeerraum der Stärkung der Achse Berlin - Rom. Für Italien war es nicht zuletzt für das Prestige wichtig, sein Kolonialreich in Nordafrika zu halten.