Deutsche Volkspartei: Wahlplakat von 1930 mit Abbildung von Gustav Stresemann

  

Deutsche Volkspartei (DVP)

Die Deutsche Volkspartei (DVP) wurde 1918 unter der Führung von Gustav Stresemann gegründet. In der DVP schlossen sich Rechtsliberale mit einigen Linksliberalen von der Deutschen Fortschrittspartei zusammen. Anhänger der DVP waren oftmals Vertreter der Großindustrie und des Bürgertums.

Obwohl die DVP grundsätzlich negativ gegenüber der Weimarer Republik eingestellt war, beteiligte sie sich in verschiedenen Koalitionen an der Regierung. Gegen Ende der Weimarer Republik wandten sich viele DVP-Mitglieder der NSDAP zu. Die DVP stimmte 1933 für das Ermächtigungsgesetz, das den Reichstag entmachtete und löste sich am 30. Juni 1933 auf.

Enzyklopädie des Nationalsozialismus, S. 426