NS-Aufmarsch unter dem Maibaum am Aachener Weiher, 1. Mai 1934

  

1. Mai (Nationaler Feiertag)

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterbewegung wurde von den Nationalsozialisten vereinnahmt.

Am 1. Mai 1933 inszenierte die NSDAP auf dem Tempelhofer Feld in Berlin einen gewaltigen Massenaufmarsch. Hatte die Arbeiterbewegung jahrelang für den 1. Mai als freien Tag der Arbeit gekämpft, verdrehten die Nationalsozialisten seinen Sinn und machten ihn bereits 1933 als "Tag der nationalen Arbeit" zum Staatsfeiertag.

Die NSDAP profitierte somit von den sozialen Zielen der Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften und konnte mit ihrem verherrlichenden Konzept von Arbeit die Arbeiterschaft vereinnahmen.

In den jährlich stattfindenden Massenveranstaltungen wurde immer wieder eine klassenübergreifende nationale Volksgemeinschaft propagiert. Später nannte man den 1. Mai "Nationaler Feiertag des deutschen Volkes". Während des Krieges fanden keine Maifeiern statt.

Benz: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, S. 756.
Bedürftig: Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg