Kurlandkessel

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Heeresgruppe Nord der deutschen Wehrmacht von der Roten Armee im Kurlandkessel in sechs großen Schlachten von 1944 bis 1945 völlig vernichtet.

Die historische Landschaft Kurland, lett. Kurzeme, gehört heute zu Lettland und liegt zwischen Ostsee, Rigaischem Meerbusen und Düna und ist aufgrund seiner wechselvollen Geschichte neben Riga das Hauptsiedelungsgebiet des baltischen Deutschtums.

Winter 1941/ 1942 kam zum Stillstand der deutschen Wehrmacht in der Sowjetunion und die Truppen mussten sich gen Westen bis nach Kurland zurückziehen. Hier wurden sie von der nachrückenden Roten Armee eingekesselt und in sechs großen Schlachten aufs Erbitterte bekämpft.

Die erste Kurlandschlacht begann am 13. Oktober 1944, als russische Schlachtflieger zur Vorbereitung der Offensive gegen den Kurlandkessel das Gelände im Kurland angriffen und die deutschen Truppen der 16. und 18. Armee die lettische Hauptstadt Riga aufgeben mussten. Bis zum Frühjahr 1945 wurde die Heeresgruppe Nord von der Roten Armee in dem längst zum „Todeskessel“ gewordenen Kurland immer weiter beschossen, bis sie sich schließlich dem sowjetischen Ansturm ergeben musste und nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 in russische Gefangenschaft ging.

Die Zeit: Das Lexikon, Bd. 8, S. 398.
www.ostfront1941-1945-de/dieostfront9.htm