Haberna

Das Lokal „Haberna“ war während des Dritten Reichs Verkehrslokal der höheren Kölner NS-Funktionäre.

Die Bar Haberna in Köln war während der NS-Zeit ein beliebtes Lokal der lokalen NS-Funktionäre wie etwa des NSDAP-Kreisleiters Alfons Schaller. Die Bar war in den Geschäftsräumen des „arisierten“ jüdischen Pelzgeschäftes Hirsch und Co eingerichtet worden.

In der Kölner Bevölkerung erregte dieses Verkehrslokal der NS-Elite Unmut, als Gauleiter Grohé nach einem Bombenangriff die Bar sofort wieder instand setzen ließ, Wohnhäuser dagegen zurückstehen mussten.

Ein weiterer Skandal ereignete sich, als Alfons Schaller nach einem Gelage von NS-Bonzen dem Haberna-Wirt die Begleichung der Zeche in Form von geschmuggeltem französischem Cognac anbot. Der Wirt erstattete Anzeige, woraufhin Schaller von der Gestapo wegen Unterschlagung festgenommen, allerdings bald dank der Einflussnahme Grohés wieder freigelassen wurde.

Rüther, Martin: Köln im Zweiten Weltkrieg, S. 121-123
NS-Dokumentationszentrum: Gesamtdokumentation