KPD-Wahlplakat aus dem Jahr 1932

  

Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

1919 gegründete Partei, die auf dem äußersten linken politischen Spektrum angesiedelt war und – zum Teil gemeinsam mit rechten Kräften - die Weimarer Republik bekämpfte

Die KPD wurde durch den Zusammenschluss des von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geführten „Spartakusbundes“ und linken Bremer Kräften auf einem vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 dauernden Parteitag gegründet. Ihr Ziel war die Vollendung der Revolution und die damit einhergehende Errichtung einer Räterepublik in Deutschland, was einer Ablehnung der neuen demokratischen Verfassung der Weimarer Republik gleichkam.

Zulauf wie Wahlerfolge der KPD hielten sich zunächst in bescheidenen Grenzen. Erst als sich die links von der SPD stehenden Unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) im Oktober 1920 spalteten, erfuhr die junge Partei einen erheblichen Zulauf und wurde zu einer Arbeiter-Massenpartei, die während der Ruhrbesetzung 1923 – vergeblich - versuchte, einen Umsturz im Deutschen Reich herbeizuführen.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die KPD unter heftigen innerparteilichen Kämpfen immer stärker zu einer von Moskau abhängigen Kaderpartei, die in den Sozialdemokratie ihren politischen Hauptgegner sah („Sozialfaschisten“). Angesichts dieser Frontstellung wurde die Gefahr, die von den erstarkenden Nationalsozialisten ausging unterschätzt, eine gemeinsame Abwehrfront der Arbeiterparteien verhindert.

Nach der NS-Machtübernahme wurde die KPD schnell und brutal zerschlagen, ihre Funktionäre verfolgt und nach ihrer Festnahme zumeist in Konzentrationslager eingewiesen. Die KPD versuchte von allen politischen Parteien am intensivsten, einen illegalen Apparat aufzubauen, um im NS-Staat Widerstand zu leisten. Den NS-Verfolgungsbehörden gelang es jedoch immer wieder, diese konspirativ arbeitenden Gruppen zu zerschlagen, so dass die kommunistische Widerstandstätigkeit ab 1936 bis weit in den Weltkrieg hinein weitgehend zum Erliegen kam.

[nach: Schlaglichter der deutschen Geschichte, S. 238f.]