Skulptur des Dominikus

  

Dominikanerorden

1215 durch Dominikus gegründeter Mönchsorden


Dominikus wurde 1170 in Calaruega/ Spanien geboren, trat 1196 in das Domkapitel von Osma ein und wurde zum Priester geweiht. Dort führte er ein klösterliches Gemeinschaftsleben. Nach dem Entschluss, als Wanderprediger das Evangelium Jesu zu verkünden, gründete er 1215 in Toulouse die Gemeinschaft der Predigerbrüder, die 1217 von Papst Honorius III. als Orden anerkannt wurde und sich schnell in ganz Europa ausbreitete. Dominikus starb am 6. August 1221 in Bologna.

Der Dominikanerorden zeichnet sich seit der Gründung durch seine demokratische Verfassung aus. Alle Brüder tragen gemeinsam die Verantwortung für die Verwirklichung der Ziele der Ordensgemeinschaft. Es gibt ein Mitspracherecht auf allen Ebenen, wobei sämtliche Oberen lediglich auf Zeit gewählt werden. Wichtige Entscheidungen werden von der Gemeinschaft der Brüder oder ihrer jeweiligen Abgeordneten im Konvents-, Provinz- oder Generalkapitel getroffen.

Der kleinste Baustein des Ordens ist das Kloster, der so genannte Konvent. Hier leben die Brüder in Gemeinschaft zusammen und erfüllen ihre Aufgaben im Rahmen der Verkündigung des Evangeliums (Seelsorge, Wissenschaft etc.). Der Obere eines Konventes wird Prior genannt und auf drei Jahre gewählt.

Der erste Konvent im deutschen Sprachgebiet wurde in Friesach (Kärnten) gegründet. 1221 erfolgte die Gründung des Kölner Konvents und die Errichtung der Ordensprovinz Teutonia, die bis 1300 auf 94 Konvente anwuchs. Die Reformation brachte die Schließung vieler Klöster mit sich, durch die Säkularisation ging schließlich die Dominikanerprovinz Teutonia unter. Der letzte Konvent wurde 1825 in Warburg/Westfalen geschlossen.

Es dauerte bis 1895, bis die Ordensprovinz Teutonia wieder errichtet werden konnte. Zu ihr zählen heute elf Häuser.

[nach: /www.noviziat.de]