Flak-Geschütz in einer Stellung bei Bruchhausen, Juli 1940

  

Flak

Der Luftkrieg über Deutschland und die Bombardierung der Städte und Industrieanlagen machte den Einsatz von Flugabwehrkanonen, abgekürzt als "Flak" und auch meist so genannt, notwendig.

Eine der Maßnahmen zur Abwehr feindlicher Luftangriffe auf deutsche Städte, die etwa ab Jahresmitte 1940 durchgeführt wurden und ab Frühjahr 1942 zunahmen, war die Aufstellung der Flak-Kanonen. Um die Flugzeuge besser treffen zu können, hatten diese eine hohe Schussfolge. Sie wurden nach Kaliber (leichte, mittlere und schwere Flak) sowie nach Anzahl der Geschützrohre (Einling, Zwilling, Drilling oder Vierling) unterschieden. Die Geschosse waren zumeist mit Brand- oder Sprengstoffen gefüllt und mit Aufschlags- oder Zeitzünder versehen; in der Regel wurde auch Leuchtspurmunition verwendet. Die Flak wurde zumeist in Batterien eingesetzt, die zur Abwehr nächtlicher Angriffe mit starken Suchscheinwerfern ausgerüstet waren.

Ab 1942 wurden zur Abwehr der Luftangriffe zusätzlich zu der militärischen Flak die "Heimatflak" geschaffen. Dabei handelte es sich um Flugabwehralarmeinheiten, die ganz oder teilweise aus Zivilisten bestanden, die neben ihrer beruflichen Arbeit eingesetzt wurden. Ab 1943 wurden diese Einheiten mangels erwachsener Männer und Soldaten auch aus jugendlichen Luftwaffenhelfern gebildet.

[nach: Der neue Brockhaus, Bd. 2; Enzyklopädie des Nationalsozialismus, S. 505]