Flaggenappell in einem Lager des "Reichsarbeitsdienstes" (Propagandafoto)

  

Flaggenappell

Die Zeit des Nationalsozialismus war auch eine Zeit des Fahnenkults. Insbesondere die Hakenkreuzfahne stand dabei im Mittelpunkt, wobei deren Hissen und der zumeist damit verbundene Fahnenappell in propagandistischer Sicht ein „Bekenntnis der deutschen Volksgemeinschaft“ darstellte und die „Bejahung des Staates“ bedeutete.

Insbesondere in den Lagern der Kinderlandverschickung, des Reichsarbeitsdienstes, im Landjahr, in Zeltlagern und den übrigen zahlreichen „Lagerveranstaltungen“ der Nationalsozialisten, aber auch in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen war der Flaggenappell - d.h. das allmorgendliche Hissen und das abendliche Einhollen der Hakenkreuzfahne - ein Ritus, der den Rhythmus des Lebens bestimmte.