Pakete der amerikanischen Hilfsorganisation CARE: Ausstellungsobjekt im Bonner Haus der Geschichte

  

Care-Pakete

Als sich ab Frühjahr 1946 in der Nachkriegsnot Europas die Versorgungslage in den Westzonen Deutschlands rapide verschlechterte, schickte die in den USA gegründete private Hilfsorganisation C.A.R.E. (Cooperative for American Remittances to Europe) ihre sogenannten Care-Pakete an unzählige Privathaushalte in Westdeutschland und West-Berlin.

Care, die Vereinigung zur Organisation von Hilfssendungen in europäische Länder, wurde durch ihre zahlreichen Paketsendungen zum Symbol für private Hilfsbereitschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Hilfsorganisation kaufte überzählige Lebensmittelpakete aus den Beständen der US-Armee auf, bot sie Spendern zum Erwerb für 10 Dollar an und schickte anschließend die einzelnen Pakete an bedürftige Privatpersonen in Westdeutschland und West-Berlin. Auf diese Weise trafen Juli/ August 1946 die ersten Care-Pakete in Bremen und Berlin ein, Ende Januar 1947 waren bereits über 5 Millionen Pakete verschickt. Die Care-Pakete waren äußerst begehrt, sicherten sie doch ihren Empfängern das Überleben in der Not der Nachkriegszeit. Noch bis 1960 wurden von den Bürgern der USA und Kanada gespendete Care-Pakete verschickt. Später sandte die Hilfsorganisation zur Linderung von Hunger und Not ihre Pakete auch in andere Länder.

Die Zeit: Das Lexikon, Zeitverlag 2005, Bd. 2, S. 556.
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