Franziskushospital

Katholisches Krankenhaus in Köln-Ehrenfeld

Das St. Franziskus-Hospital wurde 1866 als katholisches Armenhospital gegründet und stand unter der Leitung der Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus. 1885 schenkte die Ehrenfelder Fabrikantenfamilie Wahlen den Franziskanerinnen ein Gründstück an der Schönsteinstraße, auf dem das neue St. Franziskus-Hospital 1887 mit 100 Betten eröffnet wurde. 1904 wurde eine Krankenpflegeschule nach staatlichen Ausbildungsvorschriften eingerichtet. Das Krankenhaus wurde bis in die 1930er Jahre mehrfach modernisiert und verfügte schließlich über 400 Betten.

In der NS-Zeit litt die katholische Einrichtung unter Provokationen und Repressalien, passte sich aber zugleich auch dem neuen Regime an, in dem es etwa die Organisation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach dem nationalsozialistischen Führerprinzip umstellte. Trotz schwerer Beschädigungen der Gebäude im Zweiten ´Weltkrieg hielten die Schwestern und Ärzte den Krankenhausbetrieb bis zum Kriegsende aufrecht. Nach dem Krieg gehörte das St. Franziskus-Hospital zu den am besten erhaltenen Krankenhäusern Kölns.

Marion Reimer, Die Geschichte des St. Franziskus-Hospitals in Köln-Ehrenfeld von seiner Gründung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1866-1945), S. 210-217