Kriegsgefangenenlager Chartres

In dem französischen Kriegsgefangenenlager Chartres befanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg etwa 25.000 deutsche Kriegsgefangene.

In Le Coudray bei Chartres, einer französischen Stadt im Département Eure-et-Loir, befand sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs ein Kriegsgefangenenlager für ehemalige deutsche Soldaten. Die französischen Lager waren in so genannte Dépôts eingeteilt. In Chartres, in dem rund 25.000 Gefangene inhaftiert waren, lag das Dépôt 501.

In dem Lager in Chartres existierte ein Priesterseminar für Kriegsgefangene. Die Kriegsgefangenen wurden dort religiös betreut und konnten zu Priestern ausgebildet werden. Leiter des Seminars, das 300 Seminaristen umfasste, war Abbé Franz Stock. In einem extra eingerichteten Kolleg konnten Gefangene zudem ihr Abitur machen.

Das Lager in Chartres wurde im Frühjahr 1947 aufgelöst und die Kriegsgefangenen entlassen.

Böhme, Kurt W.: Die deutschen Kriegsgefangenen in französischer Hand, München 1971.